Die Werkstätten

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Die Camphill Werkstätten Hermannsberg gGmbH...

 

... sind als WfbM 

(Werkstatt für behinderte Menschen) 

anerkannt

... sind integraler Bestandteil 

der Dorfgemeinschaft  Hermannsberg

... machen den sozialen Organismus auch zur Arbeitsgemeinschaft.

 

In unseren Werkstätten sind Arbeitsplätze eingerichtet, die es Seelenpflege - bedürftigen Menschen mit Mehrfach ermöglichen, sinnvoll und produktiv tätig zu sein. Die Werkstätten fügen sich in den Lebensorganismus der Dorfgemeinschaft – auch wenn aus rechtlichen Implikationen teils eine getrennte Rechtsträgerschaft stattfindet. So sind arbeitsbegleitende Maßnahmen als Bildungsveranstaltungen der Dorfgemeinschaft sehr beliebt.

Warum ist uns die Arbeit so wichtig (in einer Zeit, da das "Fun" haben für viele Menschen zum zentralen Lebensinhalt wird)?

Das Erleben und Tätigsein im Bereich des Arbeitslebens ist elementar zugehörig zum Menschsein und zur Menschenwürde. Seelenpflege - bedürftige Menschen haben – gerade heutzutage - kaum Möglichkeiten, sich auf dem angespannten Arbeitsmarkt zu behaupten. Dadurch, dass er tätig für seine Mitmenschen ist, erlebt ein jeder Erfüllung und wird hinausgeführt aus dem Kreislauf der nur der eigenen Persönlichkeit zugeordneten Bedürfnisse. Die Arbeit als solche ist wesentlicher Bestandteil der biographischen Entwicklung jedes Menschen – ohne die Tätigkeit für den anderen ist eine solche Entwicklung nur eingeschränkt möglich.

In der Arbeit – speziell in der handwerklichen - handelt der Mensch initiativ, er steht aktiv im Leben und empfindet in sich die Fähigkeit, schrittweise die Umwelt zum Guten zu verändern. Gerade in der Gegenwart ist die Arbeit als grundlegender Lebensbestandteil gefährdet. Umso wichtiger ist es gerade für Seelenpflege - bedürftige Menschen, die sowieso in einer gewissen Verunsicherung im Leben stehen, ihre eigene Menschenwürde darin zu erfahren, dass sie mit ihrem Tun von Mitmenschen gebraucht sind.

Wir wollen nicht Bedürfnisse wecken, um einen Markt zu schaffen, sondern Bedürfnisse mit hoher Qualität befrieden. Wir wollen nicht mit maschineller Produktion schnell viel Geld verdienen, sondern für viele Hände Arbeit schaffen, deren Ergebnis aber einer maschinellen Produktion in nichts nachsteht. Wir begreifen uns aber auch als Zeitgenossen: Ohne Maschinen geht es nicht, aber in Maßen!

Vor allem gibt es Menschen, die das Handwerk lieben:

Sie arbeiten am Hermannsberg vielleicht in der Schreinerei. Oder in der Weberei. Oder in der Kerzenzieherei. Oder in der Kräuterwerkstatt.

Dann gibt es Jene, die es gerne sauber haben. Die ihre fleißigen Hände nicht ruhen lassen, bevor die ihnen anvertraute Wäsche nicht sauber ist. Die arbeiten in der Wäscherei.

Dann gibt es Jene, die Freude an der Ordnung haben. Oder Ordnung um sich brauchen. Die lieben das penible Schaffen. Oder auch das lockere Gespräch beim Schaffen. Sie arbeiten sehr genau! Aber müssen nicht immer hinschauen ... Die stellen Schulhefte in der Papierwerkstatt her.

Und Jene erst, die gern im Freien sind. Bei Wind und Wetter oder auch bei Sonnenschein. Die andere gern mit Obst versorgen (und auch selbst mal naschen wollen). Die versorgen unseren Garten

und dann das Land. Es braucht den Menschen, der Natur veredelt. Der hegt und pflegt und mit den Händen seine Seele der Erde zuwendet ... In der Landgruppe geschieht da Vieles ...